Sprü­che und Glück­wün­sche zur Konfir­ma­ti­on

Wenn die Konfir­ma­ti­on eines Fami­li­en­mit­glieds oder eines nahe­ste­hen­den Bekann­ten bevor­steht, stellt sich für viele Menschen die Frage: Wo finde ich einen schö­nen, moder­nen und dennoch ange­mes­se­nen Spruch zur Konfir­ma­ti­on oder ande­re Text­vor­la­gen für die Konfir­ma­ti­ons­kar­te? Neben den übli­chen Geschen­ken ist die Glück­wunsch­kar­te zu diesem fest­li­chen Anlass nämlich etwas ganz Beson­de­res und soll der jewei­li­gen Person etwas Posi­ti­ves für ihren weite­ren Lebens­weg mitge­ben. In diesem Beitrag finden Sie nicht nur wert­vol­le Tipps und Hinter­grund­in­for­ma­tio­nen rund um dieses Ereig­nis der evan­ge­li­schen Kirche, sondern auch Ideen, Vorla­gen und Anre­gun­gen für die schöns­ten Sprü­che und Glück­wün­sche zur Konfir­ma­ti­on. Mit den rich­ti­gen Worten wird die Konfir­ma­ti­ons­kar­te nämlich zu einem ganz beson­de­ren High­light.

Sprüche und Glückwünsche zur Konfirmation
Sprü­che und Glück­wün­sche zur Konfir­ma­ti­on

Die Konfir­ma­ti­on: Ein beson­de­rer und fest­li­cher Tag in der evan­ge­li­schen Kirche

Der Begriff „Konfir­ma­ti­on“ leitet sich vom latei­ni­schen Wort „confir­ma­tio“ ab. Ins Deut­sche lässt sich dieser Begriff mit „Bekräf­ti­gung“ bezie­hungs­wei­se „Bestär­kung“ über­set­zen. Für junge Protes­tan­tin­nen und Protes­tan­ten ist dieses Fest das wich­tigs­te Ereig­nis auf dem Weg zum kirch­li­chen Erwach­sen­sein. Die Konfir­ma­ti­on wird als feier­li­che Segens­hand­lung mit einem Gottes­dienst gefei­ert, indem die evan­ge­li­schen Jungen und Mädchen die Taufe bestä­ti­gen und ihren Glau­ben öffent­lich bekräf­ti­gen – von daher auch der Begriff der Bekräf­ti­gung.

Bibel­zi­ta­te, moder­ne sowie zeit­ge­mä­ße Sprü­che und Glück­wün­sche zur Kommu­ni­on sind eben­so beliebt für die Konfir­ma­ti­ons­kar­te wie welt­li­che Zita­te und Weis­hei­ten berühm­ter Dich­ter, Denker und Persön­lich­kei­ten. Wenn Ihnen die Worte fehlen und Sie noch nach Inspi­ra­ti­on suchen, werden Sie hier mit Sicher­heit fündig werden. Viel Freu­de beim Suchen und Entde­cken.

Sprüche zur Konfirmation als Textvorlage für die Konfirmationskarte
Sprü­che zur Konfir­ma­ti­on als Text­vor­la­ge für die Konfir­ma­ti­ons­kar­te

Moder­ne Sprü­che zur Konfir­ma­ti­on

Es gibt viele Sprü­che zur Konfir­ma­ti­on, doch nicht immer passt jeder Spruch. Der Glück­wunsch zu dieser beson­de­ren kirch­li­chen Segens­hand­lung muss zum einen dem Anlass entspre­chen, aber zum ande­ren auch modern und vor allem kind­ge­recht sein. Viele Menschen stel­len tatsäch­lich hohe Ansprü­che an die Glück­wün­sche zur Konfir­ma­ti­on, denn schließ­lich sollen die gewähl­ten Worte die Konfir­man­den auf dem weite­ren Lebens­weg beglei­ten und inner­lich berei­chern.

Auch wenn die Konfir­ma­ti­on ein kirch­li­ches Ereig­nis ist, müssen die Verse und Wünsche nicht aus der Bibel stam­men. Obwohl die Heili­ge Schrift in der Tat viele schö­ne und auch verständ­li­che Sprü­che bietet, gibt es auch zahl­rei­che moder­ne Sprü­che, die dieser kirch­li­chen Segens­hand­lung voll­um­fäng­lich gerecht werden.

Gott führt uns freund­lich durch diese Zeiten, aber vor allem führt er uns zu sich.

(Diet­rich Bonhoef­fer)

Mit Gott, als Beglei­ter verirrst du dich nicht, denn er ist der Strei­ter für Wahr­heit und Licht! Ihm sollst du vertrau­en und seinem Gebot; auf ihn kannst du bauen in jegli­cher Not!

(Fried­rich Morgen­roth)

Selig sind, die Gottes Wort hören und bewah­ren.

(Lukas 11,28)

Wohin du auch gehst, geh mit deinem ganzen Herzen.

(Konfu­zi­us)

Mit Gott – so sollst du wandeln. Mit Gott – so sollst du handeln!

(Fried­rich Morgen­roth)

Der Sinn unse­res Lebens ist der Weg und nicht das Ziel.

(Arthur Schnitz­ler)

Das Leben ist Gottes Ziel mit uns.

(Diet­rich Bonhoef­fer)

Es gibt keinen beque­men Weg,
der von der Erde zu den Ster­nen führt.

(Sene­ca)

Gutes von sich selber aus tun, das heißt Reli­gi­on.

(Martin Opitz)

Dein Geist wird dich leiten, in jedem Augen­blick das Rech­te zu wirken.

(Johann Wolf­gang von Goethe)

Denn Weis­heit wird in dein Herz einge­hen, und Erkennt­nis wird deiner Seele lieb­lich sein. Beson­nen­heit wird dich bewah­ren und Einsicht dich behü­ten.

(Salo­mos)

Freut euch aber, dass eure Namen im Himmel geschrie­ben sind.

(Lukas 10, 20)

Werde, was du noch nicht bist, blei­be, was du jetzt schon bist: In diesem Blei­ben und diesem Werden liegt alles Schö­ne hier auf Erden.

(Franz Grill­par­zer)

Wer einmal sich selbst gefun­den, der kann nichts auf dieser Welt mehr verlie­ren.

(Stefan Zweig)

Denken, was wahr und fühlen,
was schön und wollen, was gut ist,
darin erkennt der Geist das Ziel des vernünf­ti­gen Lebens.

(Johann Gott­fried von Herder)

Die Fanta­sie ist das Auge der Seele.

(Joseph Joubert)

Sondern geden­ke an den HERRN, deinen Gott; denn er ist’s, der dir Kräf­te gibt.

(5. Mose 8,8)

Und siehe, ich bin mit dir und will dich behü­ten, wo du hinziehst.

(1. Mose 28,15)

Der HERR denkt an uns und segnet uns.

(Psalm 115,12)

Unser Wunsch kommt mit Bedacht; lass dir niemals rauben, was das Leben wert­voll macht: Hoffen! Lieben! Glau­ben!

(Fried­rich Morgen­roth)

Drei Freun­de gibt es auf dieser Welt: Mut, Vernunft und Einsicht.

(Sprich­wort aus Nige­ria)

Glück­wün­sche zur Konfir­ma­ti­on mit Geld­ge­schenk

Sie möch­ten zur Konfir­ma­ti­on Geld verschen­ken und suchen noch nach den passen­den Worten für die Glück­wunsch­kar­te? Hier finden Sie ein paar Text­vor­la­gen zur Inspi­ra­ti­on:

Damit das Geschen­ke­su­chen nicht wird zur Qual, ist Geld die aller­bes­te Wahl.

Im Brief findest du ein paar Glücks­ta­ler, viel Spaß damit!

Verwen­de das Geld für einen guten Zweck, verwöh­ne dich selbst damit.

Ich kam zu Deiner Konfir­ma­ti­on her, die Wahl des Geschen­kes fiel mir schwer. Da hab ich in mein Porte­mon­naie geschaut und nicht schlecht gestaunt. Genau da steck­te das idea­le Geschenk für Dich!

Manch­mal fällt das Geschen­ke­su­chen schwer, da läuft man vielen Ideen hinter­her. Ein Geld­schein, der macht immer Freu­de, lass ihn Dir über­rei­chen ganz feier­lich heute.

Warte nicht auf DEN perfek­ten Moment, mach ihn Dir einfach selbst!

Die schöns­ten Glück­wün­sche und Sprü­che zur Konfir­ma­ti­on für Mädchen & Jungen

Bei der Konfir­ma­ti­on werden die Jugend­li­chen in die evan­ge­li­sche Gemein­de aufge­nom­men. Dieses Fest markiert für die Konfir­man­den also einen wich­ti­gen Über­gangs­punkt. Klar, dass man da eine beson­de­re, persön­li­che und von Herzen kommen­de Karte gestal­ten möch­te. Inhalt­lich ist der Krea­ti­vi­tät kaum eine Gren­ze gesetzt: Sie können auch Bibel­ver­se mit Gedich­ten, moder­nen Sprü­chen, Segens­wün­schen oder Glück­wün­schen kombi­nie­ren. Auf diese Weise wird die Karte ein wunder­ba­rer Wegwei­ser für den weite­ren Lebens­weg.

Mädchen Sprü­che zur Konfir­ma­ti­on – modern und zeit­ge­mäß

Im Glau­ben blei­be unver­dros­sen
Im Leben stehst du nie allein;
Gott hat dich in sein Herz geschlos­sen.
Schließ du ihn nun in deines ein.

(Fried­rich Morgen­roth)

Möge Gott auf dem Weg, den du vor dir hast, vor dir herge­hen. Das ist mein Wunsch für deine Lebens­rei­se.

(Irischer Segens­spruch)

Gott gebe dir für jeden Sturm einen Regen­bo­gen,
für jede Träne ein Lachen,
für jede Sorge eine Aussicht
und eine Hilfe in jeder Schwie­rig­keit.
Für jedes Problem, das das Leben schickt,
einen Freund, es zu teilen,
für jeden Seuf­zer ein schö­nes Lied
und eine Antwort auf jedes Gebet.

(Irischer Segens­spruch)

In deinem Herzen möge die Gewiss­heit wohnen, dass nach jedem Unwet­ter ein Regen­bo­gen leuch­tet.

(Irischer Segens­spruch)

Der Glau­be ist der Anfang aller guten Werke.

(Martin Luther)

Gott spricht: Ich will dich segnen, und du sollst ein Segen sein.

(1. Buch Mose, Kapi­tel 12,2)

Konfir­ma­ti­ons­sprü­che für Jungen

Niemand weiß, was er kann, bevor er’s versucht.

(Publi­li­us Syrus)

Wer sein Ziel kennt, findet den Weg.

(Laozi)

Wege entste­hen dadurch, dass wir sie gehen.

(Franz Kafka)

Das Leben ist zum Mitma­chen da, nicht zum Zuschau­en.

(Kath­ri­ne Swit­ze)

Der Glau­be bringt den Menschen zu Gott, die Liebe bringt ihn zu den Menschen.

(Martin Luther)

Glau­be fest an Gott, den Herrn;
glau­be an sein Walten!
Niemals ist es unmo­dern,
sich an Gott zu halten.
Sei getrost: An Gottes Hand
hast Du immer festen Stand!

(Fried­rich Morgen­roth)

Sprü­che zur Konfir­ma­ti­on ohne Gott

Die Konfir­ma­ti­on ist ein bedeu­ten­des Fest für die evan­ge­li­schen Chris­tin­nen und Chris­ten. Durch diese reli­giö­se Hand­lung bekräf­ti­gen die Konfir­man­den ihr Glau­bens­be­kennt­nis. Man gilt nun in der christ­li­chen Gemein­de nicht mehr als Kind, sondern als erwach­se­ner Mensch, der sich bewusst für seine Reli­gi­on entschei­den kann. In vielen evan­ge­li­schen Gemein­den dürfen die Konfir­man­den sogar im Vorfeld den Gottes­dienst mitge­stal­ten, eige­ne Texte, Gebe­te oder Ideen einflie­ßen lassen sowie Bibel­pas­sa­gen vortra­gen.

Für die Glück­wunsch­kar­te zur Konfir­ma­ti­on suchen hinge­gen viele Menschen oftmals einen Spruch ohne direk­ten reli­giö­sen Bezug. Nicht immer sind die Jugend­li­chen nämlich schon tief im Glau­ben verwur­zelt oder befin­den sich gera­de erst dabei, eine Gottes­be­zie­hung aufzu­bau­en. Es gibt jedoch zahl­rei­che neutra­le Zita­te, schö­ne Glück­wün­sche oder Sprü­che renom­mier­ter Persön­lich­kei­ten, die ideal zu diesem fest­li­chen Anlass passen. Schließ­lich soll der Spruch einen perfek­ten Platz im Leben des Konfir­man­den haben und zu einer Art „Leit­wort“ für die Zukunft werden.

Geh nicht nur die glat­ten Stra­ßen.
Geh Wege, die noch niemand ging,
damit du Spuren hinter­lässt und nicht nur Staub.

(Antoi­ne de Saint-Exupé­ry)

Monde und Jahre verge­hen und sind immer vergan­gen,
aber ein schö­ner Moment leuch­tet das ganze Leben hindurch.

(Franz Grill­par­zer)

Die größ­ten Menschen sind jene,
die ande­ren Hoff­nung geben können.

(Jean Jaurès)

Das wahre Glück besteht nicht in dem, was man empfängt,
sondern in dem, was man gibt.

(Johan­nes Chryso­s­to­mos)

Es gibt einen Platz, den du füllen musst,
den niemand sonst füllen kann
und es gibt etwas für dich zu tun,
das niemand sonst tun kann.

(Platon)

Glück ist, was jeder sich als Glück gedacht.

(Fried­rich Halm)

Wer mit sich selbst in Frie­den leben will, muss sich so akzep­tie­ren, wie er ist.

(Selma Lager­löf)

Sei du die Verän­de­rung, die du in der Welt sehen möch­test.

(Mahat­ma Gandhi)

Dein Auge kann die Welt trüb oder hell dir machen. Wie du sie ansiehst, wird sie weinen oder lachen.

(Fried­rich Rück­ert)

Glück­wün­sche zur Konfir­ma­ti­on: Konfir­ma­ti­ons­kar­te rich­tig schrei­ben

Es gibt im Grun­de keine stren­gen Vorga­ben, wie eine Glück­wunsch­kar­te zur Konfir­ma­ti­on aufge­baut sein soll­te. Viel­mehr gibt es grobe Orien­tie­rungs­punk­te, die Ihnen bei der Karten­ge­stal­tung helfen können. Die Formu­lie­rung der passen­den Glück­wün­sche hängt maßgeb­lich von der Bezie­hung zum Karten­emp­fän­ger ab. So wählen verständ­li­cher­wei­se Eltern, Groß­el­tern, Tante oder Onkel ande­re Worte als Freu­de oder Bekann­te.

  • Zu Beginn soll­ten Sie eine nette und persön­li­che Anre­de für den Jugend­li­chen bzw. die Jugend­li­che wählen. Früher war es üblich, die persön­li­chen Zeilen „an die Konfir­man­din“ bzw. „an den Konfir­man­den“ zu adres­sie­ren. Heut­zu­ta­ge gilt das als nicht mehr aktu­ell und auch der Begriff „Konfir­ma­ti­ons­kind“ wird nicht gerne gese­hen, denn das Fest der Konfir­ma­ti­on markiert im evan­ge­li­schen Glau­ben den Über­gang vom Kindes­al­ter ins Erwach­se­nen­al­ter. Die Bezeich­nung „Kind“ ist daher eher unpas­send.
  • Anschlie­ßend können Sie in einem Satz zu diesem Fest­an­lass gratu­lie­ren und sich auch für die Einla­dung zur Konfir­ma­ti­ons­fei­er bedan­ken.
  • Ihrem Gratu­la­ti­ons­satz können dann ausführ­li­che­re Glück­wün­sche oder eben ein moder­ner oder auch ein tradi­tio­nel­ler Spruch bezie­hungs­wei­se ein Zitat folgen.
  • Den Abschluss bildet eine herz­li­che Verab­schie­dung.

Machen Sie sich im Vorfeld auch unbe­dingt Gedan­ken darüber, in welcher Bezie­hung die oder der Jugend­li­che zum Glau­ben steht. Nicht jedem Konfir­man­den geht es bei diesem Anlass nämlich darum, den christ­li­chen Glau­ben zu vereh­ren. Für den Glück­wunsch­kar­ten­in­halt ist das daher ein sehr wich­ti­ger Aspekt. Der schöns­te christ­li­che Text nützt nämlich bedau­er­li­cher­wei­se nichts, wenn die Konfir­man­din bzw. der Konfir­mand den christ­li­chen Glau­ben nicht an erster Stel­le stehen haben.

Je nach Charak­ter kann auch ein lusti­ger Konfir­ma­ti­ons­spruch ange­bracht sein oder auch eine tief­grün­di­ge Lebens­weis­heit.

Die Glück­wunsch­kar­te soll­te zudem immer hand­ge­schrie­ben sein. Auf diese Weise zeigen Sie nämlich, dass Sie die Jugend­li­chen persön­lich und indi­vi­du­ell anspre­chen.

Konfirmationskarte schreiben - So geht's
Konfir­ma­ti­ons­kar­te schrei­ben: So geht’s

Warum soll­te man über­haupt Glück­wün­sche zur Konfir­ma­ti­on verschi­cken?

Die meis­ten Gäste brin­gen die Glück­wunsch­kar­te zur Konfir­ma­ti­ons­fei­er persön­lich mit. Wenn Sie nicht zur Feier einge­la­den wurden oder nicht persön­lich kommen können, so ist es natür­lich auch möglich, die Glück­wunsch­kar­te per Post zu versen­den oder eini­ge Tage nach der Konfir­ma­ti­on persön­lich beim Konfir­man­den vorbei­zu­brin­gen.

Hinter­grund­wis­sen zur Konfir­ma­ti­on

Die Konfir­ma­ti­on ist in der evan­ge­li­schen Kirche die persön­li­che Bestä­ti­gung der Taufe. Die Konfir­man­den geben in einem feier­li­chen Gottes­dienst ihr bewuss­tes Ja zum christ­li­chen Glau­ben und zu ihrer Zuge­hö­rig­keit zur Kirche.

Anders ausge­drückt: Die Konfir­ma­ti­on ist ein „nach­träg­li­ches Ja zur Taufe“. In der evan­ge­li­schen und der katho­li­schen Kirche ist es üblich, dass Kinder schon als Babys getauft werden. In diesem Alter sind die Klei­nen aber natür­lich noch nicht in der Lage, sich selbst zum christ­li­chen Glau­ben zu beken­nen. Das über­neh­men für sie die Eltern und die Tauf­pa­ten.

Durch die Taufe wird das Kind zwar in die Gemein­de aufge­nom­men, aber um ein voll­kom­men verant­wort­li­ches Gemein­de­mit­glied werden zu können, muss das Kind seinen Glau­ben selbst bestä­ti­gen und in die soge­nann­te Reli­gi­ons­mün­dig­keit eintre­ten. Dieses Bekennt­nis, diese Glau­bens­be­kräf­ti­gung wird bei den Protes­tan­ten im Fest der Konfir­ma­ti­on gefei­ert. In der katho­li­schen Kirche wird es im Zuge der Kommu­ni­on gefei­ert.

Nach der Konfir­ma­ti­on dürfen die Jugend­li­chen den Kirchen­vor­stand ihrer Gemein­de wählen, sie dürfen selbst Tauf­pa­ten werden und am Abend­mahl teil­neh­men. Sie dürfen sogar kirch­li­che Ehren­äm­ter wahr­neh­men.

Hintergrundwissen zur Konfirmation
Hinter­grund­wis­sen zur Konfir­ma­ti­on

Wie läuft die Konfir­ma­ti­ons­fei­er konkret ab?

Die Konfir­ma­ti­on wird mit einem fest­li­chen Gottes­dienst in der Kirche gefei­ert: In diesem Rahmen bekräf­ti­gen die Jugend­li­chen öffent­lich ihren Glau­ben. In eini­gen evan­ge­li­schen Pfarr­ge­mein­den ist es üblich, dass die Konfir­man­den das Apos­to­li­sche Glau­bens­be­kennt­nis spre­chen, in ande­ren wieder­um ist kein spezi­fi­sches Bekennt­nis erfor­der­lich, sondern ledig­lich die Teil­nah­me an der Konfir­ma­ti­ons­fei­er.

Die Konfir­man­den empfan­gen durch die Hand­auf­le­gung des Pries­ters den gött­li­chen Segen und bekom­men zudem einen Konfir­ma­ti­ons­spruch aus der Bibel, der sie auf dem weite­ren Lebens­weg beglei­ten und ihnen Kraft spen­den soll. Ähnlich wie der Tauf­spruch soll auch der Konfir­ma­ti­ons­spruch ein Lebens­mot­to für die Jugend­li­chen sein. Das Kind kann sich den Konfir­ma­ti­ons­spruch in der Regel selbst aussu­chen, so etwa ein Bibel­zi­tat, das ihm beson­ders gut gefällt und sein indi­vi­du­el­les Wesen anspricht.

Anschlie­ßend findet zum ersten Mal das Abend­mahl statt, an dem die Konfir­man­den nun auch teil­neh­men dürfen. Da in sehr vielen evan­ge­li­schen Landes­kir­chen aber das soge­nann­te „Kinder­abend­mahl“ einge­führt wurde, verliert die Teil­nah­me an diesem Gottes­dienst­teil mehr und mehr an Bedeut­sam­keit. Das eige­ne Ja zum Glau­ben wird hinge­gen immer wich­ti­ger.

Nach dem Gottes­dienst verbrin­gen die Konfir­man­den den Nach­mit­tag meist mit den gela­de­nen Gästen in einem schö­nen Restau­rant oder im heimi­schen Umfeld bei Kaffee und Kuchen.

Wie alt sind die Jugend­li­chen bei ihrer Konfir­ma­ti­on?

Mit 14 Jahren wird die soge­nann­te Reli­gi­ons­mün­dig­keit erlangt und dann werden die Kinder übli­cher­wei­se auch konfir­miert. Im Vorfeld besu­chen die Jugend­li­chen den Konfir­ma­ti­ons­un­ter­richt. In der Regel findet die Konfir­ma­ti­on in der sieb­ten Klas­se statt.

Welche Konfir­ma­ti­ons­bräu­che gibt es?

  • Konfir­ma­ti­ons­un­ter­richt: Hier­mit werden die künf­ti­gen Konfir­man­den auf die kirch­li­che Zere­mo­nie vorbe­rei­tet. Häufig begin­nen die Vorbe­rei­tun­gen schon ein Jahr vor dem eigent­li­chen Fest. Gelei­tet wird der Konfir­ma­ti­ons­un­ter­richt in der Regel vom zustän­di­gen Gemein­de­pfar­rer, der den Jugend­li­chen das christ­li­che Grund­wis­sen vermit­telt und mit ihnen viele Glau­bens­fra­gen disku­tiert. Das Ziel ist, dass die Jugend­li­chen anschlie­ßend selbst in Lage sind, gewis­sen­haft für sich selbst zu beur­tei­len, ob sie ein Bekennt­nis zum christ­li­chen Glau­ben able­gen wollen. Im Konfir­ma­ti­ons­un­ter­richt werden Themen wie Kirche, Taufe, Abend­mahl, Leben und Tod, Schöp­fung sowie Fragen zu Gott disku­tiert.
  • Konfir­ma­ti­ons­ker­ze: Die Kerze ist im Grun­de kein Teil der offi­zi­el­len Konfir­ma­ti­ons­ze­re­mo­nie, sie ist aber ein tradi­tio­nel­les Geschenk zu diesem kirch­li­chen Anlass. Die Konfir­man­den sollen durch die Kerze länger an dieses freu­di­ge und fest­li­che Ereig­nis erin­nert werden.

Welche Geschen­ke sind beson­ders beliebt zur Konfir­ma­ti­on?

In der Regel bekom­men Jugend­li­che zur Konfir­ma­ti­on von Eltern, Verwand­ten und nahe­ste­hen­den Freun­den Geld geschenkt, denn zum Erwach­sen­sein gehört auch der Umgang mit Geld mit dazu. Doch auch Geschenk­ideen mit Symbol­cha­rak­ter sind sehr beliebt, so beispiels­wei­se:

  • Geschenk­gut­schei­ne
  • Schmuck­stü­cke wie zum Beispiel Uhren, ein Armband oder ein klei­nes Kett­chen mit einem Kreuz­an­hän­ger.
  • Fami­li­en­erb­stü­cke
  • Eine Bibel
  • Auch selbst gemach­te Geschen­ke sind sehr beliebt, denn in ihnen steckt viel Mühe und Wert­schät­zung. Solche Geschen­ke können zum Beispiel tradi­tio­nel­le Geschen­ke sein, wie etwa eine selbst gebas­tel­te Verpa­ckung für ein Geld­ge­schenk.
  • Eben­so sind moder­ne Geschen­ke sehr beliebt wie etwa Elek­tro­ge­rä­te oder Tickets für einen gemein­sa­men Kino bzw. Konzert­be­such.

Welcher Geld­be­trag als Geschenk zur Konfir­ma­ti­on ange­mes­sen ist, hängt vor allem von dem Verhält­nis zum Konfir­man­den ab. Je enger die Bezie­hung zuein­an­der ist, desto höher kann auch der Geld­be­trag sein. Zu hohe Beträ­ge sind jedoch unan­ge­bracht, insbe­son­de­re auch dann, wenn der Konfir­mand nur ein entfern­ter Bekann­ter ist.

Natür­lich spielt auch die eige­ne finan­zi­el­le Situa­ti­on eine entschei­den­de Rolle. Jeder soll­te das schen­ken, was ihm möglich ist und was man persön­lich als ange­mes­sen erach­tet.

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